- Anmeldeformular Musikschule (Word)

 

 

M-Check-Kurzinfos (pdf)

 

M-Check-Anmeldeformular (pdf)

 

Reglement M-Check (externer Link, neues Fenster)

freiwillige Musikprüfung,

das Reglement kann von den Musikschulen individuell angepasst werden.

 

Auszug aus dem Musikschul-Reglement pdf

 

 

 

Musik macht schlau (Bastian-Studie, aus Wikipedia)

 

Es handelt sich um eine Langzeitstudie, die die Entwicklung von Kindern an Grundschulen mit verstärktem Musikunterricht im Vergleich zu Kindern an Schulen mit regulärem Musikunterricht untersucht. Von 1992 bis 98 wurden die Schüler von sieben Berliner Grundschulen untersucht. Man verglich hierbei Schüler mit verstärktem Musikunterricht mit Schülern mit regulärem Musikunterricht. Untersucht wurden Sozialverhalten, Intelligenzquotient und Konzentrationsfähigkeit vor, während und nach Abschluss des jeweils untersuchten Unterrichtsabschnitt. Die Ergebnisse zeigen, dass die Entwicklung der Kinder mit verstärktem Musikunterricht zu Beginn der Unterrichtsphase zunächst weitgehend parallel zur Kontrollgruppe verlief. Je länger die Kinder verstärkten Musikunterricht hatten, desto signifikanter wurden Entwicklungsunterschiede bei den folgenden Persönlichkeitsmerkmalen:

 

Bei den Kindern der Klassen mit verstärktem Musikunterricht wurde gegen Ende des Untersuchungszeitraums eine messbare Steigerung des Intelligenzquotienten gegenüber der Kontrollgruppe festgestellt. Dies galt sowohl für Kinder, die vor dem Untersuchungszeitraum einen überdurchschnittlichen IQ hatten, als auch für solche, die einen durchschnittlichen oder unterdurchschnittlichen IQ hatten. Im allgemeinen waren die IQ-Werte in den Musikklassen am Ende homogener verteilt, d.h. die Spitzenwerte sowohl nach oben als auch nach unten stachen weniger weit vom Durchschnitt ab als in der Kontrollgruppe.

 

 

Faktoren des Lernerfolgs (aus Wikipedia)

 

Die Eltern

 

In verschiedenen Studien wurde nachgewiesen, dass die musikalische Begabung des Kindes eng mit dem Engagement korreliert ist, das die Eltern hinsichtlich des Instrumentalunterrichts ihres Kindes erkennen lassen. Dieses Engagement der Eltern zählt zu den machtvollsten Faktoren, die darüber bestimmen, ob ein Kind seinen Instrumentalunterricht erstens kontinuierlich fortsetzt und wie erfolgreich dieser Unterricht zweitens ist. Kinder, die in der Frühphase ihres Unterrichts von den Eltern ermutigt und emotional stark unterstützt werden, brechen ihre Ausbildung weniger häufig ab als Kinder, die im Elternhaus nur geringe Unterstützung finden und deren Eltern an Musik weder besonderes Interesse haben noch ein musikalisches Interesse im Verlaufe der Zeit – während ihr Kind ein Musikinstrument studiert – entdecken. Die besten Lernleistungen sind bei Kindern zu beobachten, deren Eltern – insbesondere in der Frühphase der Ausbildung – stark in den Unterricht und das Üben des Kindes involviert sind, das Kind nach Kräften unterstützen und parallel zum Lernen des Kindes ihr eigenes Interesse an der Musik immer weiter entfalten.

Die einzige Strömung in der Instrumentalpädagogik, die für die Eltern feste Rollenerwartungen im hier beschriebenen Sinne formuliert hat, ist die Suzuki-Methode.

 

Das Üben

 

Die Effizienz des Instrumentalunterrichts hängt, wie z. B. Shinichi Suzuki immer wieder betont hat, in hohem Maße von der Sorgfalt, Menge und Regelmäßigkeit des Übens ab. Das Erlernen der meisten Instrumente erzeugt eine Fülle ungewohnter und progressiv schwieriger motorischer Aufgaben, die noch dazu im koordinierten Multitasking ausgeführt werden müssen. Ein zügiger und als befriedigend empfundener Lernfortschrift ist nur zu erzielen, wenn diese Aufgaben durch stures Training verinnerlicht und automatisiert werden. Die meisten professionellen Musiker haben beim Erreichen des 20. Lebensjahres mehr als 10.000 Stunden mit dem Üben ihres Instrumentes verbracht.

 

In der westlichen Welt mögen insbesondere jüngere Kinder Übungsroutinen nicht, und zwar unabhängig von ihrer musikalischen Begabung. Wie Manfred Spitzer aufgewiesen hat, verweigern sich dem Üben oft besonders begabte, intelligente Kinder, die es aus der Schule gewohnt sind, sich neue Kompetenzen schnell und sprunghaft (implizit) anzueignen, im Instrumentalunterricht aber etwas erlernen sollen, das langsam, graduell und explizit erarbeitet werden muss, was ihnen zuwider ist, weil sie sich dabei ständig als unzulänglich wahrnehmen. Mit der alltäglichen Erfahrung, dass Kinder ein Instrument zwar gern spielen, aber nicht üben, haben sich Instrumentalpädagogen und Eltern auch im Erziehungsdiskurs der Vereinigten Staaten immer wieder auseinandergesetzt. Cynthia Richards z. B. empfiehlt, Kinder in den Jahren, in denen ihre Selbstmotivation noch nicht ausreicht, auf jeden Fall konsequent zum Üben zu bewegen, und zwar notfalls unter Einsatz täglicher Belohnungen. Sie begründet das u. a. damit, dass das Musizieren auch dem musikalisch geförderten Kind erst im Verlaufe der Adoleszenz zum echten Bedürfnis werde. Wenn der Heranwachsende sein Können zu diesem kritischen Zeitpunkt aber als ungenügend empfinde, werde er das Instrument, das ihn so frustriert, wahrscheinlich bald aufgeben. Eine Extremposition nimmt Amy Chua ein, die in ihrem Buch Battle Hymn of the Tiger Mother den Nutzen erzwungenen Übens zur Diskussion gestellt hat. Am entgegengesetzten Ende des Spektrums befinden sich solche Bildungsprogramme, die ihre Aufgabe primär darin sehen, Schwellenängste abzubauen, und darum betonen, musikalisches Lernen mit Spaß und ohne Leistungsdruck ermöglichen und keine Virtuosen hervorbringen zu wollen.

 

 

Die Lehrperson

 

Wie u. a. Manfred Spitzer festgestellt hat, sind zumindest im Anfängerunterricht die Ausbildung des Lehrers und die Lehrmethode, die er verwendet, noch keine starken Determinanten für den Lernerfolg des Kindes. Viel ausschlaggebender ist es, ob der erste Lehrer, mit dem das Kind arbeitet, ein Gefühl von persönlicher Wärme bietet, und ob Schüler und Lehrer sich gegenseitig mögen und respektieren. Wenn es zu einem vertrauensvollen Bündnis zwischen beiden kommt, macht das Kind auch mit dem Instrument mit hoher Wahrscheinlichkeit bald gute Fortschritte. Erst im weiteren Unterricht hängt der Lernerfolg dann auch von der Fähigkeit des Schülers ab, zwischen den persönlichen und den professionellen Qualitäten des Lehrers zu unterscheiden.